Schritt 1: Rolle und Ziel definieren
Noch bevor jemand ins Studio geht, muss klar sein, wen der Avatar repräsentiert und wofür er eingesetzt wird. Ein Avatar für interne Schulungen braucht eine andere Wirkung als ein Avatar für Messe und Vertrieb.
Typische Fragen in dieser Phase:
- Wer ist die geeignete Person oder Figur?
- Für welche Inhalte soll der Avatar genutzt werden?
- Welche Tonalität soll er transportieren?
- Welche Zielgruppen sehen ihn?
- Wo liegen Grenzen der Nutzung?
Schritt 2: Studio-Termin vorbereiten
Hier geht es nicht nur um Kamera und Licht, sondern auch um Auftreten, Kleidung, Stimme und Körpersprache. Alles, was später im Avatar sichtbar oder hörbar sein soll, wird hier festgelegt. Eine ruhige, klare, natürliche Präsenz spart später sehr viel Korrekturarbeit. Details in Artikel 6.
Schritt 3: Aufnahme von Bild und Stimme
Im Studio entsteht die Ausgangsbasis. Bildmaterial, Stimme, neutrale Bewegungsgrundlagen. Es braucht keine Schauspielkunst. Es braucht Verlässlichkeit. Die Aufnahme sollte professionell, ruhig und markenkonform sein.
Schritt 4: Technische Erstellung
Aus dem Material wird der Avatar aufgebaut. Visuelle und stimmliche Merkmale werden in ein System überführt, das textgesteuert Videos erzeugt. Hier zeigt sich, wie gut Schritt 3 war. Schlechte Tonqualität oder unruhige Mimik rächen sich direkt.
Schritt 5: Testen und Feinschliff
Bevor der Avatar produktiv geht, kommen Testvideos. Jetzt zeigt sich, ob Mimik, Sprache, Timing und Gesamteindruck passen. Sinnvoll sind mehrere realitätsnahe Inhalte: ein internes Update, ein Erklärvideo, eine Begrüßung, eine Version in einer zweiten Sprache.
Schritt 6: Freigabe und Nutzungsregeln
Wer darf neue Videos erstellen? Wer prüft Texte? Wer gibt final frei? Welche Themen sind erlaubt, welche nicht? Diese Fragen klingen trocken, und sie werden gerne aufgeschoben. Sie sind aber der Unterschied zwischen einem technisch fertigen Avatar und einem wirklich einsatzbereiten. Wie das konkret aussieht, steht in Artikel 8.
Schritt 7: Einsatz im laufenden Betrieb
Jetzt zeigt das System seine Stärke. Inhalte lassen sich fortlaufend erstellen, anpassen, übersetzen, ausspielen. Das Unternehmen arbeitet nicht mehr mit einzelnen Drehs, sondern mit einem klaren Publishing-Prozess.
Fazit
Die Erstellung ist kein einmaliger Akt. Sie ist der Aufbau einer neuen Kommunikationsbasis. Der technische Teil ist wichtig, aber allein nicht genug. Aufnahmequalität, Rollenbild, Testphase und Freigaberegeln müssen zusammenspielen. Erst dann funktioniert der Avatar im Alltag.